Brautpaar zündet Hochzeitskerze anEine Hochzeitskerze hat für das Brautpaar und dem Schenkenden eine ganz besondere Bedeutung. Feste sind in allen Kulturen oft der Beginn eines neuen Lebensabschnittes. Einerseits wird groß gefeiert, weil man über die Gesundheit eines Kindes glücklich ist, andererseits freut man sich über die Reife eines Jugendlichen oder über die Liebe eines Hochzeitspaares. Oftmals sind diese Feste derart bedeutsam, weil sie die Hoffnung auf eine gute Zukunft ausdrücken. Eine solche Zukunft stellt natürlich auch ein Risiko dar, weil der Schritt eines gemeinsamen Weges auch immer behütet sein soll. Das Entzünden einer Hochzeitskerze symbolisiert einen solchen gemeinsamen Weg in die Zukunft.

Die Geschichte der Hochzeitskerze

Der Ursprung von Hochzeitskerzen findet sich schon im Mittelalter. Hier wurden Kerzen in die Trauungszeremonie eingebunden. Daneben sollten dem Brautpaar Gebete, Glück und Segen ausgesprochen werden. Der Himmel kommt so näher, während der Schein von Kerzen gleichzeitig böse Geister vertreiben soll. Natürlich weiß niemand, was die Zukunft bringen wird. Daher soll das Licht der Kerze den gemeinsamen Weg des Paares erleuchten und grade in dunklen Zeiten Hoffnung auf hellere Tage schenken. In Griechenland sollen durch die Kerzen die Sünden der Zeiten vor der Ehe in den Flammen brennen und so böse Geister von dem Paar fernhalten.

Die Traukerze als Wegbereiter

Oftmals wird die Zukunft mit Dunkelheit und Ungewissheit verbunden. Um diesen Weg jedoch sicherzugehen, werden Menschen gerne Kerzen geschenkt. Diese sollen Licht spenden und den vor einem liegenden Weg erleuchten und gleichzeitig Ängste vor der Zukunft nehmen. Deshalb haben Kerzen in vielen Kulturen und Religionen eine große Bedeutung, gerade im Rahmen einer Hochzeitsfeier. Daraus entstand die heute bekannte Traukerze.

Da die Traukerze viel mehr als nur eine einfache Kerze ist, sollte sie nach Möglichkeit nicht nur ein einziges Mal brennen. Im Laufe gemeinsamer Lebensjahre kann sie zu besonderen Anlässen, wie Geburtstagen, Taufen und den eigenen Hochzeitstagen leuchten und an besondere Tage erinnern. Sie findet auch an weniger glücklichen Tagen Verwendung. Nach einem Streit kann sie ein Zeichen der Versöhnung sein. Ihr Zweck ist und bleibt dabei immer der gleiche, nämlich die Erinnerung an das Eheversprechen immer zueinanderzustehen, sowohl in guten als auch schlechten Zeiten. Natürlich bleibt es dem Paar selbst überlassen, zu welchen Zeiten die Kerze erneut Verwendung findet.

Woher kommt die Kerze?

Je nach inhaltlicher Bedeutung für das Brautpaar kann es sich eine Kerze schenken lassen oder sie auch selber gestalten. Dies variiert je nach Brauch und Region. Teilweise werden Brautkerzen von den Braueltern oder der Brautmutter geschenkt. Sie kann dann mit einigen Worte überreicht, und während der anschließenden Zeremonie angezündet werden. Es ist auch möglich, dass eine gute Freundin oder ein guter Freund die Kerze verschenkt. Das Übergeben kann Teil eines Traugottesdienstes aber auch außerhalb erfolgen. In vielen Fällen ist es auch möglich, dass ein Brautpaar eine Kerze von der Gemeinde geschenkt bekommt.

Ablauf der Trauzeremonie

Häufig wird die Kerze von einem Trauzeugen oder einem Blumenkind in die Kirche getragen. Wenn es sich hier nicht um die Taufkerze oder eine andere Kerze handelt, die schon einmal zu einem anderen Anlass angezündet war, bleibt sie beim Einzug aus. In früheren Zeiten wurde oft von Bräuten anstatt eines Brautstraußes eine Kerze getragen, die nach dem Einzug auf dem Altar platziert wurde. Nach der Predigt wurde sie dann am Licht der Osterkerze angezündet. Das Anzünden der Kerze kann mit einem entsprechenden Gedicht oder einem Liedvortrag untermalt werden. Die Kerze bleibt danach bis zum Auszug des Brautpaares zunächst auf dem Altar stehen und wird beim Auszug des Brautpaares wieder mit herausgetragen.

Wünscht das Brautpaar keine kirchliche Trauung, muss natürlich nicht auf die Hochzeitskerze verzichtet werden. Nach Absprache mit dem Standesbeamten kann sie in eine standesamtliche Zeremonie integriert werden.

Bedeutung der Hochzeitskerze in den Kirchen

Viele glauben, Kerzen würden nur angezündet, damit Gebete des Paares und für das Hochzeitspaar durch den Rauch der Flamme in den Himmel getragen würden. Jedoch handelt es sich hier um Annahmen über das vorchristliche Opferfeuer, wodurch sich der heutige Brauch von Hochzeitskerzen nicht begründen lässt.

Allerdings hat die Entzündung einer Kerze bei einer evangelischen Trauung keinen großen Stellenwert. Dennoch kann eine Kerze auch bei einer evangelischen Trauung von Bedeutung sein. Ursprünglich waren die Reformatoren der Meinung, dass Heiligenbilder und Kerzen kein großes Gewicht mehr bekommen sollten. Das Wort hatte im Mittelpunkt zu stehen. Dennoch versucht die Evangelische Kirche zunehmend sogenannten Zeichenhandlungen mehr Bedeutung zuzugestehen. Kerzen können daher auch bei einer evangelischen Trauzeremonie verwendet werden.

In der katholischen Kirche hat die Entzündung des Traulichtes eine symbolische Bedeutung. Durch die „erklärende Handlung“ des Anzündens des Lichtes wird die Liebe Gottes symbolisiert. Diese Symbolik hat in der katholischen Kirche eine große Bedeutung.

Wird eine ökumenische Trauung durchgeführt, bei der Braut und Bräutigam verschiedenen Konfessionen angehören, können auf Wunsch des Brautpaares die Elemente beider Zeremonien miteinander vereinbart werden.

Gestaltungsmöglichkeiten

Auf klassischen Traukerzen werden die Vornamen des Brautpaares, das Datum der Trauung und ein Symbol als Zeichen der Verbundenheit angebracht. Passende Symbole sind die Ringe für die Treue des Brautpaares, das Kreuz als Zeichen für Jesus Christus, die Taube als Symbol für den Heiligen Geist, der Lebensbaum, ein Regenbogen, Herzen oder Blüten.

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